Sonntag, 24. Juni 2012

Jetman fliegt mit DC-3 über Buochs

Der als «Jetman» bekannte Schweizer Yves Rossy hat mit seinen Düsenflügeln erneut einen spektakulären Flug hingelegt. Zusammen mit einer DC-3 flog er einen Formationsflug über Buochs (NW). 

Es ist der erste Formationsflug von Yves Rossy dieser Art. Im Passagierflugzeug wird er von geladenen Journalisten und Fotografen begleitet. Nach sieben Minuten und etwa 30 Liter Kerosin landet Yves Rossy wieder auf dem Flugplatz Buochs. 


Es sei ein Traum so zu fliegen, gab Rossy zu Protokoll. Fliegen wie ein Vogel sei einer der ältesten Träume der Menschheit und dieser sei für ihn nun wahr geworden.

Auf den Einwand, dass Vögel keine Turbinen brauchen, um zu fliegen, kontert der 52jährige: «Geben Sie mir Federn und richtige Flügel und dann fliege ich». Bis es soweit ist, braucht Rossy seine Jet-Flügel und er wünscht sich, dass auch bald andere ihm nacheifern werden. Denn fliegen sei gar nicht so schwer – lernen könne es jeder. Man müsse nur ein guter Fallschirmspringer sein, den Kopf bei der Sache haben und kein Kamikaze sein.


Porträt Rossy
«Fliegen kann jeder lernen»
Yves Rossy, Pilot Jetman





Yves Rossy wurde bekannt durch die Entwicklung eine Fluggleiters aus starren Flügeln mit Düsentriebwerken, der Fallschirmspringern einen längeren Aufenthalt mit einem grösseren Radius in der Luft ermöglicht. 

In Zusammenarbeit mit einer Forschungs- und Entwicklungsfirma gelang Rossy nach mehreren Entwicklungsschritten die Konstruktion des Fluggeräts Jet Wing. (sf/schj)

Samstag, 16. Juni 2012

DHV report questions pod harnesses


Recreational paraglider pilots who don’t need top performance should “carefully consider” whether they need to fly a pod harness, the DHV has said.
In a report published on the DHV website the German Hang Gliding and Paragliding Union say they have tested six models of pod harnesses and found “several systemic safety problems” in the concept.
The report discusses reserve deployment, harness closure systems and back protection in six harnesses, including:
Advance Impress 3
Woody Valley X-Alps GTO
Gin Genie Lite
Ava Sport Tanto Lite
Sup Air Sypper
Sup Air Delight
The DHV say:
The latest pod harnesses are generally very expensive, are heavy and voluminous, more complicated to setup and adjust, and require more attention to detail when checking for airworthiness due to their complexity and the use of fiddly components. In addition, pod harnesses can hinder pilots during takeoff and severely influence (increased twist danger) reactions to collapses and extreme flight manoeuvres
And add:
Performance gains while flying through reduced wind resistance are only possible when pod harnesses are carefully setup and aligned to the direction of travel. At a glance the advantages may appear clear, but the non-trivial setup is often ignored and results in no effective gain.
The full report is on the DHV website here.

Freitag, 8. Juni 2012

Sicherheits-Tests

Verkleidete Gleitschirm-Gurtzeuge sind ein Trend und zur Zeit sehr angesagt. Immer mehr Piloten tauschen ihre Standard-Gurtzeuge gegen die modernen Beinsack-Konstruktionen. Dabei sind, abgesehen von dem für stundenlange Streckenflüge wichtigen Vorteil, den Piloten im Beinsack schön warm zu halten, viele Nachteile aufzuzählen. Sehr hohe Anschaffungskosten, größeres Gewicht und Packmaß, weit komplexere Bedienung der vielen Schnallen und Verschlüsse, dadurch erhöhter Wartungs- und Instandhaltungsaufwand durch diese Komplexität und die Verwendung filigraner Materialien. Behinderung des Piloten beim Start durch den Beinsack und ein deutlich anspruchsvolleres Extremflugverhalten durch die „liegende“ Flugposition und die daraus entstehende größere Hebelwirkung (hohe Twistgefahr). Ein ausführlicher Bericht zu dieser Thematik findet sich im DHV-Info 162, Seite 36, auch als Download unter www.dhv.de.

Samstag, 2. Juni 2012

Swiss Grid – App für Sicherheit

In der Wettkampfszene wird weltweit mit dem Koordinatensystem WGS 84 / UTM (Universal Transverse Mercator) gearbeitet. Alle GPS der Piloten sind darauf eingestellt und wenn ein Pilot gelandet ist, gibt er diese Koordinaten an die Wettkampfleitung und seine Freunde.

Ebenso zuverlässig können die handelsüblichen GPS-Systeme (Tom Tom, Google etc.) nicht mit diesem System arbeiten. Mit der Info vom Piloten (z.B. „Zone 32T 314126/5156754“) können sie also nix anfangen.

Der Pilot ist gezwungen, sein GPS zuerst umzustellen und die Info in einem üblichen System seinen Freunden zu kommunizieren. 

„Swiss Grid“ bietet nun die Möglichkeit die Koordinatensysteme extrem einfach umzurechnen und den Punkt auf einer Karte anzuzeigen:

  1. Im Menü „Options“ wählt man „seine“ Standardkoordinatensystem. Für uns Schweizer dürfte dies a) WGS 84 Degrees, Minutes, Seconds b) WGS84 UTM und c) Swiss Grid sein
  2. Auf dem Display kann nun jede der Zahlen überschrieben werden. Die Umrechnung geschieht automatisch.
  3. Unter „Options“ kann diese Position auf Google-Maps angezeigt werden. 

Und ausserdem: Mittels „locate me“ ist die eigene Position natürlich auch definiert und kann per Mail und SMS versendet werden. 

Die App schliesst eine Sicherheitslücke: Hängt unser Pilot in einem Baum, kann er vielleicht nicht mehr lange auf seinem GPS herumtippen um die Koordinaten in einem üblichen System anzeigen zu lassen und den Freunden durchzugeben – mit dieser App ist dies auch nicht nötig. Eigentlich gehört diese App auf jedes iPhone in der Fliegerszene.

Die in Zürich ansässige Firma Neoos GmbH ist spezialisiert auf mobile Informationstechnologie. Zu den bekanntesten Apps aus dem Repertoire von Neoos gehören "Doodle for iPhone", "Quickpick" sowie die Notruf-App der Rega für Android und iOS, die wir wohl alle schon auf unseren Smartphones haben.

http://www.dhv.de/web/newsdetails/article/swiss-grid-app-fuer-sicherheit/