Mittwoch, 30. März 2011

1. APRIL, KEIN SCHERZ

... die URMIBERGbahn FÄHRT wieder!

Am 1. April nimmt die Urmibergbahn ihren Betrieb auf!
Im Halbstundentakt, fährt die Bahn wieder auf den Brunner Hausberg.
Im April und Mai ist bei schlechtem Wetter, jeweils Montag und Dienstag, ausgenommen Ostermontag, der ganze Betrieb geschlossen.

Achtung: in Kürze wird der Landeplatz neben der Talstation geschlossen (es werden zwei Häuser erstellt). Ab dem aufstellen der Baugespanne, Signalisation beachten und den neuen Landeplatz zu benutzen! 300m, links der Muota und er wird klar signalisiert!

Samstag, 26. März 2011

rio

Im Trailer zum neuen Animationsfilm 'Rio' gibt es einige lustige Szenen mit Drachenfliegern. Der Film stammt von den Machern von 'IceAge' und soll ab Anfang April in die Kinos kommen. Hier könnt ihr euch den Trailer anschauen.



Freitag, 11. März 2011

flugwetter?


Kurzfassung

Mildes und - dort wo die Sonne eine Chance bekommt - auch thermisches Frühlingswochenende mit (zu) kräftigem Südwind am Samstag und (zu) schwachem, von SO auf W drehenden Wind am Sonntag. Eindeutiges Gleitschirmwetter ist das nicht. Samstag immerhin guter Groundhandlingtag... mehr

Samstag, 5. März 2011

mal was zum nachdenken

Wie wehre ich mich gegen die digitale Demenz?
Kolumne XVII: Wie wehre ich mich gegen die digitale Demenz?

Der erleuchtete Mensch der Neuzeit hat einen bläulichen Schimmer auf dem Gesicht. Er starrt auf einen Computerbildschirm und hat gerade vergessen, was er eigentlich wollte.

Wir haben uns zum Glauben hinreissen lassen, dass Maschinen alles für uns erledigen können. Leider scheitert dieses Modell grandios. Die Maschinen funktionieren nur, wenn wir ihnen sagen, was sie tun sollen. Weil die moderne Technik aber auf seltsame Weise unsere Konzentration lähmt, sind wir dazu immer öfter ausserstande.

Ich erwische mich dabei, wie ich scheinbar informationshungrig, aber eigentlich komplett wahllos durch Websites zappe, weil mir entfallen ist, was ich eigentlich wollte. Viel zu oft passiert es mir, dass ich inmitten von zig Fenstern ein neues öffne und gleich wieder vergessen habe, wozu. Und schliesslich schalte ich den Computer aus, um im gleichen Moment zu realisieren, dass ich genau das, wofür ich ihn vor einer halben Stunde eingeschaltete habe, nicht getan habe.

Doch selbst wenn ich weiss, was ich tun müsste, lasse ich mich dauernd ablenken. Wie ferngesteuert rufe ich alle paar Minuten Facebook und Twitter auf, bloss um jedes Mal festzustellen, dass in der Zwischenzeit nichts Neues passiert ist, und wenn, dann nichts von Bedeutung. Klicke in der Mailbox umher, wähle bei iTunes einen neuen Song zum Abspielen. Oh, und bei Facebook war ich schon lange nicht mehr.

Die Zeit vergeht, ich bin auf eine denkbar passive Art aktiv und verhindere so, dass ich zur Ruhe komme, die ich brauchte, um tatsächlich voranzukommen. Sogar wenn ich mich in einem Akt der Selbstdisziplinierung vom Computer losreisse, kreisen meine Gedanken wild umher und ständig habe ich das Gefühl, etwas im Netz nachsehen zu müssen. Das Netz ist, Laptops und Smartphones sei Dank, allgegenwärtig. Wie Stimmen im Kopf lockt es immer und überall, buhlt um meine Aufmerksamkeit und unterbricht, sobald ich einen klaren Gedanken fassen will.

Computer verwandeln mich regelmässig und zuverlässig in einen zerstreuten Menschen. In meiner Zerstreuung werde ich willenlos. Der Rausch der Technik betäubt meine Sinne, fährt meinen Verstand temporär auf Standby herunter. In diesem Moment beginnt die Abhängigkeit. Weil mein Denken so brutal fragmentiert ist, meine Aufmerksamkeitsspanne lächerlich kurz geworden ist, kann ich gar nicht anders, als mich Klick um Klick vorwärtszuhangeln. Ich steuere nicht mehr auf ein Ziel zu, es verschlägt mich irgendwohin. Am Ende habe ich nicht gefunden, wonach ich suchte, was aber keine Rolle spielt, weil ich längst vergessen habe, was es war, das ich suchte.

Kurzbefehl von David Bauer: Sie lesen einen Auszug aus dem Buch «Kurzbefehl. Der Kompass für das digitale Leben.» von David Bauer. Sie können das Buch jetzt bestellen, weiterstöbern, diesen Text kommentieren oder selber eine Frage zum digitalen Leben stellen. Ah ja, und via Facebook weiterempfehlen dürfen Sie es auch gerne.

Gegen den Exzess hilft ein Entzug, die digitale Abstinenz. Computer ausschalten, Handy in eine Schublade stecken, den Stecker ziehen. In besonders akuten Fällen wirkt das Wunder und ist uneingeschränkt zu empfehlen. Eine nachhaltige Lösung ist es aber nicht. Auf die Dauer müssen wir lernen, mit der Technik klarzukommen. Zu wichtig ist sie für unser Leben. Wir müssen lernen, sie für uns arbeiten zu lassen, ohne dass sie uns dabei arbeitsunfähig macht.

Was macht man also im Zustand maximaler Zerstreuung? Man greift auf die Quantenphysik zurück. Genauer gesagt auf einen Nobelpreisträger der Quantenphysik. Denn einer, der sich in Quan­tenphysik versteht, muss einen ganz schön klaren Kopf haben. Richard Feynman heisst der Mann, der den Ausweg aus der Sackgasse des digitalen Nomaden kennt. Er hat eine einfache Formel geprägt, mit der sich jede Herausforderung anpacken lässt.

1) Schreibe das Problem auf
2) Denke scharf nach
3) Schreibe die Lösung auf

Was wir brauchen, ist eine Rückbesinnung auf den menschlichen Verstand. Eine Reaktivierung unseres Gehirns als Kontrollinstanz unseres Handelns. Dieses Wunder der Natur, mit dem wir alle in einem sozialistischen Akt der Gleichheit von Geburt an ausgestattet worden sind, muss wieder die Entscheidungshoheit erhalten. Nicht blind drauflosgoogeln, sondern scharf nachdenken.

Viel öfter, als wir glauben, liegen die Antworten auf ein Problem in unserem Kopf bereit. Wir müssen sie nur abholen. Das dauert einen Moment oder zwei. Ist die Antwort beim dritten Moment noch immer nicht gefunden und auch niemand in der Nähe, der sie kennt, dann ist wohl der Griff zur Technik tatsächlich die beste Wahl. Wir müssen weder den ganzen Zugfahrplan im Kopf haben noch Wikipedia auswendig kennen. Wenn mir partout nicht mehr in den Sinn kommen will, wie das Hotel in Tokio hiess, von dem ich so begeistert war, dann google ich es eben.

Das Entscheidende ist: Die Technik ist dann die beste, nicht die erste Wahl. Wir haben unseren Verstand zwischengeschaltet, um die beste Wahl zu finden. Nur wenn wir diese Distanz zwischen uns und unsere technischen Gehilfen legen, können wir sie vernünftig und zielgerichtet nutzen. Das ist so einleuchtend banal, dass es richtig weh tut, wie selten wir es tun.

Wir entlasten unseren Kopf, indem wir ihn belasten. Indem wir ihn aus dem Dauerbeschuss nehmen und in Ruhe arbeiten lassen. Erst wenn wir nicht mehr von Infohappen zu Infohappen hetzen und unsere Aufmerksamkeit nicht mehr in Sekundenbruchteile zerlegen, sind wir wieder imstande, Dinge geregelt zu kriegen, ohne auf halben Wege zu vergessen, was wir eigentlich wollten.
(David Bauer)

Zu diesem Text
Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch «Kurzbefehl. Der Kompass für das digitale Leben» des Schweizer Autoren David Bauer, im Oktober 2010 im Echtzeit Verlag erschienen und im Handel erhältlich

Freitag, 4. März 2011

ACHTUNG - Betrüger unterwegs



Sie suchen sich besondere Angebote im Internet heraus. Drachen, Gleitschirme, Musikinstrumente, Motorräder, etc.. Oliver G., der selbst beinahe Betrugsopfer geworden wäre, warnt: "Falls Euch jemand ein Angebot aus dem Ausland (in meinem Fall England) macht, das dann auch noch mit Scheck bezahlt werden soll,
FINGER WEG!! Die Betrüger erzählen Euch per Mail, dass der Scheck versehentlich durch die Sekretärin statt z.B. auf 500,- EUR auf 2000,- Pfund ausgestellt wurde. Dann werdet Ihr gebeten die überschüssige Summe (Abzüglich eines netten Bonus für die eigenen Unkosten) auf ein ausländisches Konto zu überweisen. Wenn Ihr überwiesen habt, wird nach Aussage von "Western Union" und der Polizei der Scheck storniert. Der Scheck kann 6 Wochen lang zurückgezogen werden. Dann ist das Geld vom Konto unwiederbringlich wieder verschwunden.

Man wird mit der Info: "kann nur schreiben, weil ich taub bin..." verunsichert. Die Mail wurde aus dem Englischen mit einem schlechten Übersetzungsprogramm übersetzt. Die Transaktion soll über "Western Union" laufen, die bei Nachfrage ausdrücklich davor warnen. Die Mails kommen ohne Namen und nicht nachvollziehbare E-Mailadresse. Sie gehen auf den Preis ohne Verhandlung sofort ein. Bei Nachfrage heißt der Interessent dann "Smith". Falls tatsächlich ein Scheck eingeht, ist der Tatbestand der Straftat gegeben. Auf keinen Fall einlösen, sondern gleich zur Polizei gehen. Ggf. alle Mails als Beweis sichern."

TIP von Oliver G.:
Transaktionen nur per Überweisung oder PAYPAL durchführen. Selbst dann auf keinen Fall die Kosten für Transporte übernehmen oder in irgend einer Form in Vorkasse gehen.

wetterwissen häppchenweise III

Dimmerföhn, wenn sich der Föhn nicht ans Lehrbuch hält

Unter Dimmerföhn versteht man Südföhn, der aufgrund seines sehr hohen Aerosolanteils auch auf der Leeseite der Alpen zu einem sehr dünstigen (feuchter Dunst), teilweise auch gelblich bis orange diffusen Licht führt. Grund hierfür ist die Herkunft der Aerosole mit Ursprung vom Meer dessen Luft feinster Staub- oder Mineralkristalle enthält. Tritt eine geblich orange Färbung des Wolkenbildes auf, kann auch feinster Wüstenstaub enthalten sein, je nachdem woher die Hauptwindrichtung rührt. Der Eindruck eines glühenden Himmels kann sich bei tiefstehender winterliche Sonne und einem hohen Aerosolgehalt verstärken.

Einher geht der Dimmerföhn daher allermeist auch mit Übergriff von hoher, teilweise auch mittelhoher Bewölkung, so dass trotz vorherrschendem Föhnwind keine allzugroßen Schulbuchföhn-Symptome vorhanden sind. Ebenfalls passt es so gar nicht ins Föhnbild, dass Niederschlag ins Lee getragen werden kan,n der häufiger die Gipfel, eher selten die Täler erreicht.

Übrigens: Föhn bedingt, dass sich im Luv (windzugewandte Seite) die kältere und im Lee (windabgewandte Seite) die wärmere Luftmasse befindet, entsprechend der Theorie mit niederschlagsabgekühltem Südstau. Bei Dimmerföhn kann es jedoch die Höhenkaltluft aus Süden über den Alpenhauptkamm schaffen. Wird Höhenkaltluft über die bodennahe wärmere Luft geführt, führt das zur Labilisierung (Konvektion) und trotz Föhn können Quellwolken entstehen. Dimmerföhnlagen entstehend überwiegend bei entstehenden oder dort ankommenden Tiefdrucksystemen nahe der Westalpen und umso intensiver, je stärker der Druckgradient zwischen Nord- und Südalpen ist, je kräftiger die Krümmung der Isobaren ist und je stärker der Jetstream mit eingebunden wird.

Dimmerföhn beim letzten großen schadträchtigen Föhnorkan im November 2002.

Mittwoch, 2. März 2011